Physio für den Hund
Anja Hartung

TRAINING IM UNTERWASSER- LAUFBAND

 

Damit Ihr Hund seinen gesunden und natürlichen Bewegungsablauf wiedererlangen kann, ist das Unterwasser-Laufband ein besonders gut geeignetes Trainingsgerät in der heutigen Hundephysiotherapie.  Der Wasserwiderstand macht es zu einer sehr effektive Trainingsmethode. Durch den Wasserauftrieb reduziert sich das Eigengewicht des Hundes je nach Wassertief um bis zu 90%. 

Dadurch kann er seine Gelenke sehr schonen und wird zur aktiven Bewegung ermutigt. Gleichzeitig arbeitet Ihr Hund beim Aquatraining gegen den Wasserwiderstand und baut seine Muskulatur auf. Mit der Geschwindigkeit und dem Neigungswinkel sowie der variablen Zeit wird das Wasserlaufband optimal auf die individuellen Bedürfnisse des Tieres eingestellt. Es gibt kaum eine bessere `Krankengymnastik für Hunde´.

Bei folgenden Krankheitsbildern und Indikationen hat sich das Unterwasserlaufband besonders bewährt: 

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  • In der Rehabilitationsphase nach Gelenkoperationen
  • Bei Tieren mit degeneryativen Gelenkerkrankungen 

 


    Durch den Wasserauftrieb reduziert sich das Eigengewicht des Hundes um rund 50 Prozent und somit werden die Gelenke weniger belastet, der Bewegungsschmerz auf ein Minimum reduziert. Der Hund wird zu eigener Bewegung ermutigt und motiviert. Das Laufen gegen den Druck der Wassermassen und der erhöhte Kraftaufwand führen zu einem effizienten Muskelaufbau. Dieser wäre ohne die Unterstützung des Unterwasserlaufbands in vielen Fällen nicht zu erreichen, etwa bei Patienten nach Operationen (z.B. Kreuzbandriss) oder mit Arthroseproblemen.
    Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hund auf dem Laufband alle vier Gliedmaßen gleichmäßig belasten muss. Das hat zur Folge, dass der Hund gerade nach Operationen schneller wieder ein besseres bis normales Gangbild erreicht.

    Durch eine Nervenerkrankung oder Lähmung kann es sein, dass der Hund Bewegungen und Bewegungsabläufe einfach vergisst. Daher hat sich auch bewährt, das Unterwasserlaufband bei neurologischen Erkrankungen in der Spätrehabilitationsphase einzusetzen.

    Durch den vom Wasser ausgeübten Widerstand werden Druck- und Thermorezeptoren stimuliert, die die Körperwahrnehmung und das Wohlbefinden fördern.

    Die Wirkungsweisen sind

    • Muskelaufbau

    • Optimierung von Bewegungsabläufen

    • Stärkung von Bändern und Sehnen

    • Verbesserung der Kondition

    • Reaktivierung der Nerven

    • Gewichtsreduktion

    • Schulung der Körperwahrnehmung

    • Schmerzlinderung

     

    Mögliche Anwendungsgebiete 

    • Schmerzen

    • Arthrose

    • Wirbelsäulenerkrankungen

    • Bandscheibenvorfälle

    • Knieverletzungen / -operationen

    • Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasien

    • Verbesserung der Ausdauer

    • Muskelaufbau und -erhalt

    • Gelenkmobilisation bei älteren Hunden

    • Neurologische Störungen

    • Unterstützung bei einer Gewichtsreduktion


    • Hüftgelenksdysplasie (HD)
    • Ellenbogendysplasie (ED)
    • Arthrose
    • Für Patienten mit neurologischen Ausfällen
    • Nach einem Bandscheibenvorfall

    Sind Arthrosen gebildet, fallen sie klinisch meist erst im fortgeschrittenen Stadium auf, und zwar durch

    -  eingeschränkte Bewegungen

    -  erschwertes Aufstehen nach längeren Liegephasen (der Hund „läuft sich ein“, d.h. die Lahmheit reduziert sich, je länger der Hund läuft)

    - Schmerzäußerungen bei Fehlbelastung auf unsicheren Untergrund (Wiese, Sand )

    - Lahmheiten

    -  Vermeidung extremer Gelenkbelastungen ( ins Auto springen )




    Als Folge der beschriebenen Schonung der schmerzhaften , arthrotischen Gelenke wird die Muskulatur des betreffenden Bereichs nicht mehr belastet und daher nicht mehr trainiert. Schnell setzt der Muskelabbau ein, wodurch das Gelenk an Stabilität verliert und die schmerzverursachenden Arthrosen wiederum Schmerz erzeugen.

    Dieser Kreislauf kann nur durch einen Aufbau der Muskulatur , d.h. Stärkung und Stabilisierung des Gelenks , unterbrochen werden.
    Genau an dieser Stelle greift die Wassertherapie ein! Durch den Auftrieb des Wassers reduziert sich die Kraft des eigenen Körpergewichts und damit auch die Belastung der Gelenke.So können Operationen nicht nur hinausgezögert, sondern teilweise sogar vermieden werden.

    Manche meiner Kunden sprechen auch von der Wassertherapie und nutzen das Unterwasserlaufband auch für ihre jungen Hunde, da die Gelenke beim Wachsen besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Bei älteren Hunden treten häufig Lehmungserscheinungen und Koordinationsstörungen des Bewegungsapperates auf, im Training mit dem Unterwasserlaufband wird die Leistungsfähigkeit und Mobilität durch das Aquatraining verbessert und somit länger erhalten bleiben.

    Leistungshunde profitieren von der Wassertherapie durch einen gezielten Muskelaufbau-und lockerung. Das Belastungsschwimmen oder laufen wird gerne mittels Wasser-Gegenstromanlage unterstützt. Durch den Einsatz des Wasserstrahls über und unter Wasser wird die Massagefunktion ausgelöst. Entspannung und Training des gesamten Körpers im Wasser mit nur einer Anwendung.​

    Die Therapie mit dem Unterwasserlaufband erzielt seit Jahren eine hohe Erfolgsrate.